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Inka-Ruinen: Choquequirao besser als Machu Picchu

von | Apr 9, 2018 | Peru

Besser als Machu Picchu: Inka-Ruinen Choquequirao

Die Inka-Ruinen von Machu Picchu werden pro Tag von 2.500 Menschen besucht. Nach Choquequirao kommen weniger als 500 Besucher – im Monat. Weil man die „Wiege des Goldes“,  so die Übersetzung des Namens, buchstäblich erwandern muss.

Mindestens drei, besser vier Tage dauert der Trekking-Tour, 32 Kilometer ist sie lang – pro Strecke. Knapp 6.000 Höhenmeter wollen überwunden werden. Wer schlau ist, mietet sich ein Maultier fürs Gepäck, wer nicht gut zu Fuß ist, steigt gleich aufs Pferd. Übernachtet wird in Zelten – Dörfer gibt es entlang der Stecke nicht, nur winzige Weiler.

Die Trekking-Tour ist ein Abenteuer: Im steten Auf und Ab geht es über Pässe und durch Täler, mal über lichte Höhen, mal durch dichten Nebelwald. Die Schlucht des Río Apurimac, eine der tiefsten in Südamerika, wird über eine Brücke überquert, die ihm Wind schaukelt. Dann geht es über steile, bewaldete Hänge hinauf nach Choquequirao, auf einen Höhe von knapp 3.000 Meter.

Der Lohn für die Mühe ist ein unvergleichliches Erlebnis: eine Ruinenstadt, terrassenförmig angelegt, umringt von schneebedeckten Bergen – und fast ohne Besucher. So ähnlich muss sich der amerikanische Archäologe Hiram Bingham gefühlt haben, als er im Jahr 1911 mit seiner Expedition nach Machu Picchu vorstieß.

Choqueriao und die Inkas

Choqueqirao ist kaum erforscht, noch nicht einmal zur Hälfte ausgegraben.Vollständig freigelegt wäre die Ruinenstadt größer als Machu Picchu. Um einen zentralen Platz gruppieren sich der Tempel, die Verwaltungsgebäude und die Häuser der Aristokraten. Die übrige Bevölkerung wohnte in den Randbezirken in kleinen Dörfern. Zwischen den Häusern Kanäle und Aquädukte – Zeugnisse einer hoch entwickelten Kultur. Östlich des Hauptplatzes die Lama-Terrassen: 25 in Stein eingefasste Tierdarstellungen. Ihre Bedeutung gibt der Forschung bis heute Rätsel auf.

Wahrscheinlich war Choquequirao einer jener Kontrollpunkte, mit denen die Inkas ihr Andenreich von der Hauptstadt Cusco aus bis hoch nach Ecuador absicherten. Eine zur Festung ausgebaute Stadt, ein wichtiges Handels- und Kulturzentrum. Die Magie der Inkas ist hier bis heute zu spüren: beim Herumstreifen zwischen den Bauten, beim Erklimmen der Terrassen und Hügel, beim Blick auf die Gebirgskette der Anden. Und mit ein bisschen Fantasie kann man sich in die Blütezeit von Choquequirao vor gut 500 Jahren versetzen: als beladene Lamas durch die Gassen zogen, die Priester dem Sonnengott Opfer darbrachten und überall wuseliges Leben herrschte

Ein paar wenige Agenturen in Cusco bieten Wanderungen nach Choquequirao an. Bei América Viva ist der Treck Teil der Abenteuerreise Peru. Inklusive aller Transfers,  Mahlzeiten und Übernachtungen. Und mit deutschsprachigem Bergführer.

Besser als Machu Picchu: für Entdecker
Besser als Machu Picchu: Choquequirao gut erhalten
Besser als Machu Picchu: Terrassen von Choquequirao

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