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Südamerika: Mobil ins Internet – so geht’s

von | Apr 9, 2018 | Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Kolumbien, Peru, Südamerika, Uruguay

Mobiles Internet in Südamerika: immer erreichbar sein

SMS schreiben? Von gestern. Telefonieren? Total out. Heute kommunizieren wir über WhatsApp. Mal eben kurz mitteilen, dass wir nach einem Flug gut angekommen sind, Erlebnisse per Foto oder Video teilen oder einfach nur nachfragen, wie es Freunden und Verwandten geht. Auf Reisen, vor allem in Südamerika kann es teuer werden, mobile ins Internet zu gehen, auch wenn die Roaming-Gebühren der deutschen Mobilfunkanbieter in letzter Zeit gesunken sind.

Die Lösung

Eine lokale SIM-Karte für vorausbezahlte Tarife (prepago) im jeweiligen Reiseland kaufen. Karten werden bei zahlreichen Anbietern im Internet angeboten (ab 15€), ich empfehle aber den Kauf vor Ort. Das ist erstens billiger, in Peru zum Beispiel kostet die Karte ab 5 Soles (ca 1,30€), in Brasilien ab 8 Reais (ca. 2,20€). Zweitens kann der Verkäufer die Karte auch sofort freischalten.

Hinzu kommen dann noch die Kosten für Telefonie und Internet als vorausbezahlter Tages- oder Wochenplan. Ein solches Paket beinhaltet ein Guthaben für Telefongespräche und ein Datenvolumen. Bei den meisten Anbietern kann man die Nutzung von Facebook und WhatsApp separat hinzu buchen. Ein Wochenplan mit Facebook und WhatsApp sowie 100 Gesprächsminuten und 250 MB sollte nicht mehr als 15 Euro kosten.

 

Mobil ins Internet – wo Pre-Paid-Karten?

Am besten gleich nach der Ankunft. Stände der Anbieter finden sich an den meisten großen Flughäfen in der Ankunftshalle. Sonst in den Läden der Anbieter – es gibt sie praktisch an jeder Ecke. Wer in der Gruppe unterwegs ist, kann den Reiseleiter um Hilfe bitten, Individualreisende an der Rezeption ihres Hotels nachfragen. Die meisten Anbieter haben auf ihrer Website zudem einen Store Locator, der einem den nächstgelegenen Laden anzeigt. Zusätzliche Guthaben werden an Straßenständen, Kiosken und in Drogerien verkauft – erkennbar am Symbol der Anbieter.

Welchen Anbieter wählen?

Anders als in Deutschland variieren die Preise zwischen den Anbietern kaum. Am besten kauft man beim jeweiligen Marktführer. Er hat nicht nur die beste Netzabdeckung sondern auch die meisten Nutzer. Weil Telefonate, falls man sie doch mal führen muss, innerhalb des jeweiligen Netzes günstiger sind als zu Nutzern anderer Anbieter, fährt man so besser.

Marktführer sind:
in Argentinien, Kolumbien und Ecuador Claro gefolgt von Movistar.
in Peru Movistar vor Claro
in Chile Movistar vor Entel
In Bolivien Entel
in Uruguay Antel
in Paraguay Tigo.
In Brasilien teilen sich vier Anbieter, Oi, TIM, Claro und Vivo, zu etwa gleichen Teilen und mit ähnlich guter Netzabdeckung den Markt.

Brasilien tanzt aus der Reihe?

Eine Besonderheit gibt es für Telefonate in Brasilien: Die Telefonnummer zur SIM-Karte für vorausbezahlte Tarife hat die Vorwahl des Bundesstaates, in dem sie gekauft wurde, zum Bespiel 21 für Rio de Janeiro. Anrufe zu Nummern aus anderen Staaten, zum Beispiel mit der Vorwahl 11 für São Paulo, sind Ferngespräche und sehr teuer. Ein weiterer Grund, wann immer es geht, WhatsApp zu benutzen.

 

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