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Südamerika ist reich an Naturwundern. An hohen Bergen und endlosen Wäldern. An zauberhaften Inseln und mythischen Seen. An präkolumbischen Ruinen und an Städten, deren Namen allein schon Reiselust wecken. Hier die Top 20 von América Viva: die schönsten Reiseziele in Südamerika.

Südamerika schönste Orte Rio de Janeiro

1. Rio de Janeiro, Brasilien

Zugegeben, ich bin nicht objektiv. Meine Frau ist eine Carioca: geboren und aufgewachsen in der cidade maravilhosa, der wunderbaren Stadt. Aber auch, wenn ich das ausblende: Es gibt  keine Stadt auf der Welt, die ähnlich spektakulär von Meer, Bergen und Dschungel umschlungen ist. Den besten Blick hat man vom Cristo Redentor auf dem Corcovado – die riesige Christusstatue ist Rios Wahrzeichen. Dem Lebensgefühl der cariocas kommt man bei einem Bummel durch Copacabana nahe. Das einst mondäne Strandviertel strahlt heute einen leicht verblichenen Charme aus: mit Art-Deco-Häusern und den zur Straßen offenen, holzvertäfelten Bars und Restaurants. An jeder Straßenecke eine Stehbar mit einer Auswahl an 30, 40 verschiedenen Säften – frisch gepresst, versteht sich. Und dann der Strand: eine sichelförmige Bucht mit Fußball- und Volleyballfeldern und kristallklarem Wasser. Immer wieder toll, hier das Spiel der Geschlechter zu beoabchten. Den Abend verbringe ich am liebsten in der legendären Bossa-Nova-Bar Beco da Garrafas.

Südamerika schönste Orte Amazonas

2. Amazonas

Der Amazonas ist ein Fluss der Superlative: Er windet sich über 6.992 Kilometer, von den peruanischen Anden bis zum Atlantik im Norden Brasiliens – länger ist kein Fluss auf der Erde. Das Amazonasbecken ist der größer Regenwald der Welt. Mit einer Artenvielfalt, die ihresgleichen sucht: Mehr als 40.000 Pflanzen wurden hier identifiziert, 1.300 Vogelarten und über 400 verschiedene Säugetiere, darunter die legendären rosafarbenen Flussdelfine. In Amazonien leben 320 verschiedene indigene Bevölkerungsgruppen – teils sehr traditionell und weitab jeglicher Zivilisation. Eiin paar empfangen Besucher und geben Einblick in ihre Lebensart. Abenteurer und Naturliebhaber hat der Amazonas schon immer angezogen, er lässt sich aber auch auf luxuriösen Kreuzfahrten bereisen Idealer Ausgangspunkt ist die peruanische Dschungelstadt Iquitos: leicht zu erreichen – eine Stunde im Flugzeug von Lima oder Cusco. Mit zahlreichen Naturreservaten in der Nähe – und noch weitgehend unberührt.

Südamerika schönste Orte Galapagos Seelöwen
Südamerika schönste Orte Seepferd
Südamerika schönste Orte Isabela

3. Galápagos, Ecuador

Die endemische Tier- und Pflanzenwelt auf den Inseln im Pazifik hat den britischen Naturforscher Charles Darwin zu seiner bahnbrechenden Evolutionstheorie inspiriert. Heute ist der Archipel UNESCO-Weltnaturerbe. Und beeindruckt sein Besucher: Wo sonst kann man Riesenschildkröten sehen, zwischen Seelöwen spazieren oder mit kleinen Haien und bunten Korallenfischern schwimmen? Wo morgens durch eine wilde Lavalandschaft wandern, mittags durch Nebelwand steifen und abends durch Pampa? Und wo sonst kommt man dem Entstehen unserer Welt näher? Jede Insel ist anders, je nach Alter mit anderer Vegetation und anderer Tierwelt – ohne Zweifel eines der schönsten Reiseziele in Südamerika. Der Archipel lässt sich in Tagesausflügen von der Hauptinsel erkunden, der Isla Santa Cruz. Noch besser: per Kreuzfahrt. So entfallen lästige Rückfahrten. Und weil die Schiffe nachts navigieren, können auch weitere entfernte Inseln besucht werden.

4. Salar de Uyuni, Bolivien

Ein Muss für Naturliebhaber: Mit einer einer Fläche von 10.000 Quadratkilometern ist der Salar de Uyuni der größte Salzsee der Welt, gelegen auf dem Altiplano, der Andenhochebene, auf über 3.600 Metern und gerahmt von wilden, zerklüfteten Bergen. Am schönsten ist der Salar am Ende der Regenzeit im Februar und März: Bedeckt von einer dünnen Wasserschicht bildet die Oberfläche dann einen Spiegel – und ergibt tolle Fotomotive. Übernachtet wird, logisch: in Salzhotels. Mein Favorit: der Palacio de Sal, direkt am Ufer des Sees, sehr stylish. Und mit einem Panoramaraum im Obergeschoss, aus dem sich spektakuläre Sonnenuntergänge genießen lassen.

Südamerika schönste Orte Salar de Uyuni

5. Parque Nacional Tayrona, Kolumbien

Der Nationalpark an der Karibikküste Kolumbiens ist nach einem indigenen Volk benannt, den Tairona. Aus jener Zeit sind innerhalb des Parks nur vereinzelte Steinfundamente übrig geblieben. Tayrona wartet mit zahlreichen Wander- und Trekkingpfaden durch dichten Urwald auf, vor allem aber mit traumhaften weißen Stränden. Am schönsten und bestem zum Schwimmen: Cabo San Juan, zwei durch eine Landzunge getrennte Strände, die sich zu spiegeln scheinen. Mein Tipp aber ist die einsame Playa Castilletes. Schwimmen sollte man hier nicht, je nach Strömung kann man aber surfen. Übernachtung in einfachen Hütte mit Hängematten. Robinson-Feeling pur.

Südamerika schönste Orte Tayrona
Südamerika schönste Orte Torres del Paine

6. Nationalpark Torres del Paine, Chile

Unter den schönsten Orten Südamerikas darf der Nationalpark Torres del Paine nicht fehlen. Er begeistert mit mächtigen Gletschern und nachtblauen Seen, mit dichten Zypressenwäldern und kargen Tundren. Seinen Namen verdankt der Park drei nadelartigen Granitbergen. Sie erinnern an Türme (Spanisch: torres) und schimmern bläulich (in der Sprache der Tehuelche-Indianer: paine). Die schönste Wanderung führt einmal um den Bergblock herum und dauert sieben Tage. Übernachtet wird in Zelten und Berghütten. Die Torres selbst erreicht man auf einem anderen Weg aber auch an einem Tag. Man kann auch durch den Park fahren – von einem Aussichtspunkt zum anderen.

7. Machu Picchu, Peru

Keine Frage, Machu Picchu ist das Highlight Nummer 1 in Südamerika. Aber leider muss man sich den Besuch der Inkazitadelle mit vielen anderen Touristen teilen. Davon abschrecken lassen sollte man sich aber nicht. Die Ruinen thronen spektakulär auf einem Bergplateau über zwei Andentälern, sind exzellent erhalten und werden von der UNESCO als Weltkulturerbe geführt. Besucher müssen sich vorab für eines von zwei Zeitfenstern entscheiden: von 6 bis 12 Uhr und von 12 bis 17:30 Uhr. In die Morgenschicht fällt der Sonnenaufgang: Der Moment, in dem die ersten Strahlen durch die Puerta de Sol fallen und die Anlage in bläuliches Licht tauchen, ist schlicht magisch. Andererseits muss man in Aguascalientes übernachten, einem nichtssagenden Ort am Fuße von Machu Picchu. Die Nachmittagsschicht ist entspannter, die Übernachtung im Heiligen Tal der Inkas, etwa im Urubama, viel schöner.

Südamerika schönste Orte Machu Picchu
Südamerika schönste Orte Lama Machu Picchu

8. Iguazú-Wasserfälle, Argentinien & Brasilien

Auch die Iguazú-Wasserfälle im Grenzgebiet von Argentinien und Brasilien sind Weltnaturerbe der UNESCO – völlig zu recht. Über 2.7 Kilometer stürzen sich 20 große und 255 kleinere Wasserfälle in die Tiefe. Am besten zu beobachten von einem Panoramaweg auf brasilianischer Seite. Der Weg endet an einer Plattform unterhalb des größten Wasserfalls, der Garaganta del Diablo (Teufelsschlund) –  inmitten der tosenden Gischt. Das umgekehrte Erlebnis auf argentinische Seite: Stege führen oberhalb der Fälle bis zur Wasserkante der Garganta del Diablo – Nervenkitzel pur. Mein Tipp: auf brasilianischer Seite in Foz de Iguaçu übernachten (mehr Auswahl an Hotels) und die argentinische Seite bei Vollmond besuchen.

 

 

Südamerika schönste Orte Iguazú

9. Allee der Vulkane, Ecuador

Südlich von Ecuadors Hauptstadt Quito spalten sich die Anden in zwei Gebirgszüge auf und bilden ein fruchtbares Tal: die Allee der Vulkane. Diesen Begriff hat der deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt Anfang des 19. Jahrhunderts nach einer Reise durch das heutige Ecuador geprägt. Die Allee der Vulkane ist knapp 200 Kilometer lang und führt vorbei an 20 schneebedeckten Vulkanen – bei klarem Wetter eines der schönsten Erlebnisse in Südameirka . Die meisten Vulkane sind seit Jahrhunderten erloschen, ein paar ruhen. Den Cotopaxi kann man besteigen. ebenso den Chimborazo, der lange als höchster Berg Südamerika galt – allerdings nur mit Bergführer und als erfahrener Kletterer. Abstecher lohnen, etwa zur smaragdgrünen Lagune Quilotoa. Oder zum Übernachten auf alte Landgüter wie die Hacienda Abraspungo oder die Hacienda La Ciénega. Mein Tipp: eine Zugfahrt über die Allee der Vulkane.

Südamerika schönste Orte Allee der Vulkane

10. Buenos Aires, Argentinien

Von den Porteños, den Menschen in Buenos Aires, heißt es, sie wären am liebsten Franzosen. Tatsächlich erinnert Argentiniens Hauptstadt ein wenig an Paris: mit breiten Boulevards, neobarocker Architektur und altehrwürdigen Cafés. Aber nur ein wenig, denn unter dieser Oberfläche schlägt das lateinamerikanische Herz umso kräftiger. Beim Tango in der Maldita Milonga, in den kleinen Läden im Stadtteil Palermo Viejo, auf dem Friedhof La Recoleta mit seinen monumentalen Mausoleen, in den alten Markthallen von San Telmo. Und natürlich beim Fußball. Ein Derby zwischen den Boca Juniors und River Plate ist an Stimmung unübertroffen. Leider auch an Fanatismus. Deshalb mein Tipp:: Nicht alleine hingehen sondern sich vom Hotel eine Tour empfehlen lassen. Aber auf jeden Fall: HINGEHEN! Und nachher in eines der Top-Restaurnats in Buenos Aires.

Südamerika schönste Orte Buenos Aires

11. Chapada Diamantina, Brasilien

In Brasilien ist alles groß. So auch dieser Nationalpark im Bundesstaat Bahia. Die Chapada Diamantina umfasst 38.000 Quadratkilometer – in etwa so viel wie die Niederlande. Ihren Namen, auf deutsch: Hochebene der Diamanten, verdankt sie einem Edelstein-Boom in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Vom Glanz jener Zeit künden die bunten Patrizierhäuser in Lençois, am Rande der Chapada Diamantina. Der Nationalpark ist geprägt von zerfurchten Schluchten und gigantischen Tafelbergen, von Grotten und Wasserfällen, mit Regenwald im Osten und Sümpfen und Feuchtsavanne im Westen. Highlight ist die Cachoeira da Fumaca, eine 340 Meter hohe Kaskade, deren Wassermassen teils zerstäuben, bevor sie den Boden der Schlucht erreichen – daher der Name: Wasserfalls des Rauchs. Einziges Manko: Wer nicht im Auto unterwegs ist, kann die Chapada Diamanten aufgrund ihrer Größe nur im Rahmen einer organisierten Touren besuchen.

Südamerika schönste Orte Chapada Diamantina
Südamerika schönste Orte Amboró

12. Parque Nacional Amboró, Bolivien

Noch ein Geheimtipp abseits der Touristenrouten: Amboró ist einer der artenreichsten Nationalparks der Welt. Kein Wunder, denn Amboró erstreckt sich zwischen 300 und 3.500 Meter über dem Meeresspiegel und vereint damit die drei großen Ökoregionen Südamerikas: Regenwald, Feuchtsavanne und andines Hochland. Charakteristisch für Amboró sind bizarre Sandsteinformationen, die steil in enge Schluchten abfallen. Vom südlichen Eingang bei Samaipata ist der Park gut erschlossen, mit zahlreichen Wanderwegen, die zu Lagunen und Wasserfällen führen. Und mit dem Refugio Los Volcanes, einem Berggasthof, der spektakulär inmitten steil aufragender Felswände liegt..

13. Cartagena de Indias, Kolumbien

Die Stadt führt den Beinamen „La Heroica“, die Heldenhafte, weil sie 17. und 18. Jahrhundert unzähligen Piratenangriffen getrotzt hat. Die Freibeuter wurden vom Gold aus den Anden angelockt, das die Spanier über Cartagena in die Heimat verschiffen. Mit der Unabhängigkeit Kolumbiens im Jahr 1811 verlor Cartagena mehr und mehr an Bedeutung. Ein Glück, denn so blieb die von Mauern eingefasste Altstadt mit ihren kolonialen Herrenhäusern erhalten. Die Bauten wurden in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts aufwändig restauriert. Heute hat Cartagena de schönste und besterhaltene koloniale Altstadt Südamerikas. Und ein unschlagbares Plus: Nobelpreisträger Gabriel García Márquez hat hier gelebt und viele seiner Romane hier angesiedelt. Ein Bummel durch Cartagenas Altstadt ist somit auch eine Reise in die Welt des Magischen Realismus.

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Südamerika schönste Orte Cartagena Kanonen
Südamerika schönste Orte Cartagena Türklopfer

14. Lago Titicaca, Bolivien und Peru

Am Titicaca-See scheiden sich die Geister. Den einen ist der höchste schiffbare See der Welt zu  touristisch. Für die peruanische Seite mag das stimmen: Wenn die Uros, ein indigenen Volk, das Besucher auf Schilfinseln mitten im See empfängt, zum Abschied der deutschen Reisegruppe „Alle meine Entlein“ anstimmen, wendet sich der Entdeckungsreisende mit Grausen. Andererseits gibt es ja noch die Halbinsel Cachicas und die Insel Tachile mit ihren ursprünglichen indigenen Siedlungen. Und vor allem die Isla del Sol, die Sonneninsel auf bolivianischer Seite. Mich hat die Isla del Sol verzaubert, mit ihren steinigen Wanderwegen, der herrlichen Aussicht, den weißen Sandstränden, dem Blau des Titicaca-Sees, das nirgends so tief und undurchdringlich ist wie hier. Und mit dem Inkatempel im Dorf Yumani und einem von den Inkas angelegten Labyrinth im Dorf Ch’allapampa. Bie meinem Besuch der Ruinen war ich der einzige Tourist – wo in Südameirka erlebt man das sonst noch?

 

Südamerika schönste Orte Titicaca
Südamerika schönste Orte Kap Hoorn

15. Kap Hoorn, Chile

Zugegeben, die Landspitze auf der chilenischen Isla Hornos ist nicht gerade spektakulär: ein Leuchtturm, ein Denkmal, montiert aus zwei versetzten Stahlplatten – sonst nichts. Das Denkmal ist den Seeleuten gewidmet, die vor Kap Hoorn tödlich verunglückt sind. An Land gehen kann man hier nur im südlichen Sommer, von Ende September bis Anfang April. Und dann auch nur, wenn nicht zu sehr stürmt. Aber dann peitscht einem auf der Aussichtsplattform der Wind ins Gesicht peitscht. Man sieht nur tosende See und unbewohnte Inseln. Man stellt sich, dass dies der letzte bewohnte Ort Südamerikas ist (die Wetterstation auf den Diego-Ramírez-Inseln unterschlagen wir), Und weiß: Es hat sich gelohnt!

Südamerika schönste Orte Laguna Colorada

16. Laguna Colorada, Bolivien

Nirgends ist der Altiplano, die Hochebene der Anden spektakulärer als hier. Die flache Laguna hat ihren Namen von Mineralablagerungen, die das Wasser rot (Spanisch: colorado) erscheinen lassen. Seltene Flamingoarten sind hier heimisch – und bieten eines der ikonischen Fotomotive Südamerikas. Besucht werden kann die Laguna Colorado nur per Jeep – von Uyuni aus oder von der chilenischen Grenze. Die Ausflüge dauern drei Tage und schließen unter anderem den Salar de Uyuni, die Laguna Verde (grüne Lagune) und die Thermalquelle Sol de Mañana mit ein. Vielecht die schönste Tour ganz Südamerikas.

Südamerika schönste Orte Ciudad Perdida

17. Ciudad Perdida, Kolumbien

Das indigene Volk der Tairona hat die Ciudad Perdida zwischen dem 11. und 16. Jahrhundert bewohnt – und verlassen, als sich von den Spanier eingeschleppte Seuchen ausgebreitet hatten. Erst im Jahr 1975 wurde die Dschungelstadt wieder entdeckt. Daher der Namen: Ciudad Peridida – verlorene Stadt. Anders als die Inka lebten die Tairona in Holzhütten – weshalb lediglich die Terrassen erhalten sind, auf denen sie die Stadt angelegt haben. Die aber sind spektakulär: flaschengrün,von Urwald umwuchert. Noch spektakulärer die Trekking-Tour: drei Tag hin, drei Tage zurück. Über Berge, durch Flüsse – fit muss man dafür schon sein.

18. Parque Nacional Manú, Peru

Mit 15.000 Blumen und Pflanzenarten und über 1.200 Tierarten weist Manú die größte Artenvielfalt aller Nationalparks in Südamerika auf. Und ist nebenbei der bestgeschützte und am stärksten reglementierte Nationalpark des Kontinents. Nur ein knappes Fünftel der Fläche, die so genannte Zona Experimental, ist überhaupt für Besucher zugänglich. Und nur im Rahmen von Touren, deren Veranstalter eigens lizensiert sind. Was sich nach Einschränkungen anhört, hat Vorteile: kundige Reiseführer, keine Besuchermassen, nur wenige, sehr ursprüngliche Lodges. Für die indigenen Völker, die in Manú leben, ist das ein Segen. Nur zwei von ihnen, die Machiguengas und Yora haben Kontakt mit der Außenwelt und können besucht werden. Sie leben wie ihre Vorfahren in tropischen, mit Palmenblättern gedeckten Hütten und betätigen sich als Jäger und Sammler und bewirtschaften kleine Anbauflächen. Paititi, die legendäre Goldstadt der Inkas, soll in Manú liegen. Auf Expeditionen wurden Ruinen, Petroglyphen und Pfade der Inkas entdeckt, nach Paititi selbst aber suchen die Froscher bis heute vergeblich.

Südamerika schönste Orte Manú Hütte
Südamerika schönste Orte Manú Machiguengas
Südamerika schönste Orte Manú Papagei
Südamerika schönste Orte Manú Sonnenuntergang

19. Colonia del Sacramento, Uruguay

Die kleine Stadt am Rio de la Plata wurde im Jahr 1680 gegründet – als erste Siedlung überhaupt im heutigen Uruguay. Das Alter sieht man Colonia an: Die Gassen sind mit dickem, unebenen Kopfstein gepflastert, die Häuser meist eingeschossig mit winzigen Fenstern und rissigen Fassaden. Hier ist nichts malerisch oder bunt, hier wir kein verblichener Glanz abgestellt. Dafür bekommt man eine Ahnung, wie schwer das (Über)-Leben im kolonialen Südamerikas war, ungeschminkt und ehrlich. Für mich macht das den Charme Colonias aus. Wann immer ich in Buenos Aires bin, setze ich mich in die Fähre und verbringe  einen Tag am anderen Ufer des Río de la Plata.

Südamerika schönste Orte Colonia

20. Chiquitanía, Bolivien

Im 17. und 18. Jahrhundert haben die Jesuiten in den Weiten Südamerikas so genannte Reduktionen betrieben: sich selbst versorgende Siedlungen mit Werkstätten und Schulen, teils sogar mit Universitäten. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden die Jesuiten von der der spanischen Krone aus Südamerika vertrieben. Von den Reduktionen blieben Ruinen – zu besichtigen in Paraguay und vor allem in der argentinischen Provinz Misiones. Und in der Chiquitanía, einer Feuchtsavanne im Südosten Boliviens. Nur dass hier viele der alten Kirchen erhalten geblieben sind und sehr liebevoll restauriert wurden. Eine Tour durch die Chiquitanía ist ein echter Geheimtipp: zwei Tage mit dem Bus oder 4 Tage mit dem Zug. Ausgangspunkt ist jeweils Boliviens Wirtschaftsmetropole Santa Cruz de la Sierra.

Südamerika schönste Orte Chiquitanía

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